EMDR

EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“ und bedeutet so viel wie Desensibilisierung und Neubearbeitung durch Augenbewegungen. Ursprünglich stammt die Methode aus der Traumatherapie und wurde Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre von der Psychologin Dr. Francine Shapiro in Kalifornien entwickelt. Bei sehr belastenden oder traumatischen Ereignissen können die damit einhergehenden Emotionen so übermächtig sein, dass dies zu einer Art Kurzschlussreaktion im Gehirn führt und der betroffene Mensch das ganze Geschehen nicht richtig verarbeiten kann und  dann oft jahrelang unter den psychischen (teils auch physischen) Folgen leidet.  Durch gezielte Aktivierung beider Gehirnhälften (bilaterale Stimulation), primär durch die Bewegung der Augen, kann das Gehirn so angeregt werden, dass diese nicht bewältigten und stark belastenden Ereignisse neu und ganzheitlich verarbeitet (neuronal verknüpft) werden. Dadurch können Selbstheilungskräfte aktiviert werden, die das Leiden signifikant lindern, oft sogar ganz auflösen. Die Wirksamkeit dieser Methode wurde in zahlreichen wissenschaftlichen Studien untersucht und erwiesen.

Mittlerweile wird EMDR in sehr vielen Bereichen erfolgreich angewendet:

  • Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
  • starke Trauer nach Verlusterlebnissen
  • Auswirkungen belastender Lebenserfahrungen z.B. Unfall, Tod eines Angehörigen, Trennung, Arbeitsplatzverlust, Berentung, Mobbing
  • traumatische Erfahrungen und damit einhergehende Traumafolgestörungen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Phobien, z.B. Prüfungsangst, Flugangst, Höhenangst, Tierphobien, Klaustrophobie
  • Schlafstörungen
  • chronische Schmerzzustände
  • Allergien
  • psychosomatische Beschwerden
  • Stressbewältigung
  • Burnout-Prävention
  • Leistungsblockaden
  • unerwünschte Verhaltensmuster